Von Ksar Ghilane nach Douz auf dem direkten, dem kürzesten Weg: Für langjährige Teilnehmer von Tunesien-Rallyes ist das nichts Unbekanntes. Vorher nicht einschätzbar ist aber auch für diese Fraktion die Fahrbarkeit der Dünen. In manchen Jahren war diese Etappe eine Tagestour, z.T. mit Außenübernachtung. Dem Veranstalter war dies auch aus dem Vorjahr bekannt. Also gab es eine entsprechend lange Vorgabezeit von 8 Stunden. Schließlich sollte jeder das Ziel der letzten Wüstenetappe innerhalb des Zeitlimits erreichen können. Nach den Anstrengungen der zurückliegenden Prüfungen nutzten allerdings einige Teams die schnelle Asphaltstraße außenherum um nicht noch einmal die Sandschaufeln und -bleche zum Einsatz bringen zu müssen. Dies wäre nicht nötig gewesen: Nach den Regenfällen der letzten Tage war der Sand wie Beton, berichteten die Teilnehmer. Das erkannte auch die ORGA, als die schnellsten bereits nach ca. 3 Stunden die gerade aufgebaute ZK erreichten. Arendt/Giering fuhren die WP nach Bruch einer vorderen Steckachse sogar nur noch mit dem verbliebenen Hinterradantrieb, wenn auch nicht ganz ohne Hilfe ihres schnellen Service mit der Nr. 808. Somit kam im Gesamtklassement noch einmal Spannung auf. Für uns alle einmal mehr die Erkenntnis: Der Sand ist kein mal wie das andere mal und hält immer Überraschungen bereit.
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